Mit Lichterglanz und bunten Blütensternen Schmückt heut’ die Liebe der Verstorb’nen Grab: Ich weiß es wohl – und mir, dem Heimatfernen – steigt dumpfes Weh ins junge Herz hinab.

Auf fremden Straßen muss ich einsam ziehen in fremdem Land, so ganz allein, allein – und möcht’ so gern an deinem Grabe knien, ein Ave dir und eine Thräne weih’n!

In der Fremde

fern der Heimat

Erst, wenn nachts die Sterne scheinen und die Lauscher Schlummer bannt: darf ich meine Lieder weinen dir, geliebtes Vaterland!

Gewidmet dem Freiheitskämpfer Heinrich Oberlechner
  Sie legen heute duft’ge Kränze nieder in stiller Wehmuth an der Hügel Rand: Dir seien schluchzend meine schönsten Lieder als trautes Grüßen in die Gruft gesandt!   Ich kann dir nicht der Heimat Blumen pflücken, wie dort sie blühen still und schön und hold: so mag der Himmel denn das Grab dir schmücken mit Sternenschimmer und mit Sonnengold!

Anton Müller
Aktualisierung: 20/04/2010
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